Die vergangenen Monate haben mehr denn je gezeigt, wie wichtig gute digitale Bildung ist. Es geht dabei nicht nur um die Aufrechterhaltung des Unterrichts, sondern vor allem um die Vermittlung der Kompetenzen, welche die SchülerInnen für ihr späteres Berufsleben dringend benötigen.

Die Pandemie hat die Digitalisierung an Schulen beschleunigt, aber es gibt weiter Lücken und extreme Ungleichheiten, wie aus der aktuellen Studie „Digitalisierung im Schulsystem“ der Uni Göttingen hervorgeht*. Es bestehen auch nach über einem Jahr der Pandemie extreme Lücken in der digitalen Infrastruktur:
LAN für alle Lehrkräfte: <= 70%
WLAN für Schüler <50%
Schul-Cloud bei 75% aller befragten Schulen vorhanden, allerdings exis tiert eine übergreifende Bildungscloud nur bei 40% der Schulen
57% der Lehrkräfte arbeiten an Schulen mit ausreichend digitalen Geräten.
95% aller Lehrkräfte setzen auf private elektronische Geräte, um u.a. technische Ausfälle oder Unterbrechungen zu vermeiden. Mit 64% ist die Ausfallquote recht hoch.
Die Studie stellt auch heraus, dass das Lernen mit digitalen Medien und deutschen Schulen extrem ungleich umgesetzt wird. Dies zeigt nicht nur eine deutliche Kluft an deutschen Schulen und Risiken für die Chancengleichheit, sowie die Kompetenzentwicklung und gleichberechtigte Teilhabe.
Entsprechend helfen wir Schulen dabei die digitale Kluft zu überwinden und sorgen dafür das digitale Infrastrukturen forciert und pädagogisch angemessen aufgebaut werden. Wir möchten dabei Schulleitungen dazu ermuntern sich auf partizipative Entwicklungsprozesse einzulassen. Orientierungshilfe liefert neben unserem Wegweiser auch ein von uns entworfener Handlungsrahmen. Dieser zeigt nicht nur auf, welche Bestandteile für eine Digitale Schule notwendig sind, sondern beschreibt auch unsere Vorgehensweise zur Schuldigitalisierung. Beides erklären wir auch in unserem VLog.
*Befragt wurden 2.750 Lehrer von 233 aus allen Bundesländern.
